Unser Tagesablauf:

Unser Tagesablauf ist wie folgt strukturiert:

1. Vorbereitende Aufgaben

Bei der Vorbereitung der Räume ist eine liebevolle Gestaltung mit Blumen und Kerzen im Essbereich besonders wichtig. Das Bereitstellen von Geschirr und Getränken , sowie das Bereitlegen von ausgesuchten Materialien gehört ebenfalls zu den Vorbereitungen. Die Notausgänge werden aufgeschlossen und die Stühle geordnet

 

2. Bringphase/ Ankommen der Kinder

Während des Eintreffens wird jedes Kind von uns begrüßt und in Empfang genommen. Nachdem das Kind seine Jacke auf den Eigentumshaken gehängt  und die Straßenschuhe gegen Hausschuhe getauscht hat, begleitet es die Erzieherin in den Gruppenraum. Hier wird es in die weiteren Vorbereitungen mit einbezogen oder nimmt eine selbst gewählte Tätigkeit auf.

 

3. Blitzlicht der Leitung und Gruppenleiterinnen

Zu unterschiedlichen Zeiten, je nach Stundenpotential und Dienstplan beginnen die weiteren Erzieherinnen ihre Arbeit.

Die Gruppenleiterinnen treffen sich mit der Leitung im Personalraum, um aktuelle Absprachen für den Tag zu treffen, sich gegenseitig über organisatorische Veränderungen zu informieren und das Mittagessen zu bestellen.

 

4. Der Morgenkreis mit wöchentl. Blitzlicht der Kinder

Zum Morgenkreis versammeln sich alle Kinder einer Gruppe in der kommunikationsecke. Als Ritual wird ein Morgenlicht, das in der Mitte steht, angezündet. Reihum zündet im täglichen Wechsel ein Kind die Kerze an. Die brennende Kerze ist für die Kinder das vereinbarte Zeichen, dass nun Ruhe und Stille einkehrt.

In dieser Runde nehmen wir alle anwesenden Kinder ganz bewusst wahr und wir nehmen auch fehlende Kinder in den Blick, wer ist z.B. krank oder ist verreist.

Das Singen eines Morgen-oder Begrüßungsliedes gehört ebenfalls dazu. Ein weiterer Bestandteil an bestimmten Tagen ist die Erzähl-Runde. Hier darf das Kind, das erzählen möchte, den Erzählstein in der Hand halten. Solange der Stein in  der Hand liegt, erzählt das Kind und die anderen hören aufmerksam zu. Danach gibt es den Stein weiter. So macht der Stein die Runde  und jedes Kind hat die Gelegenheit, sich mitzuteilen.

Vor Abschluss des Morgenkreises sprechen wir über geplante Aktivitäten und Projekte für den Tag. Auch das Vorlesen einer Geschichte oder die Durchführung von Fingerspielen haben im Morgenkreis Raum. Als Zeichen, dass der Morgenkreis beendet ist, darf das Kind, das die Kerze entzündet hat, diese auspusten.

Das Kinderblitzlicht bereichert einmal wöchentlich den Morgenkreis, in dem die Kinder in die gemeinsamen Planungen von Aktivitäten, dem Frühstückbuffet etc. einbezogen werden, Wünsche und Beschwerden von störenden Verhalten äußern und Verantwortung oder Zuständigkeiten übernehmen, ggf. Regeln überdenken.

 

5. Betätigungen im Hau und im Außengelände, Projekte, angeleitete Angebote, gruppenübergreifendes Freispiel

Im Spiel haben die Kinder die Möglichkeit den Ort, die Dauer und den oder die Spielpartner  und das Spielmaterial selbst zu wählen. Wie sich das Kind auch entscheidet, wichtig ist dabei, dass es  die gemeinsam aufgestellten Regeln berücksichtigt.

Dazu gehören auch der Aufenthalt im Außengelände ohne Erzieherin.

Wir erlauben einer kleineren Anzahl von Kindern auch ohne Anwesenheit der Erzieherin im Außengelände zu spielen. Möchte ein Kind von diesem Angebot Gebrauch machen, so fragt es vorab die Erzieherin.  Diese berücksichtigt die Zusammensetzung der Spielgruppe oder das Alter oder die Zuverlässigkeit und das Regelverständnis der Kinder.

Wir nehmen die Interessen und Wünsche der Kinder sehr ernst  und stellen uns darauf ein. An mancher Stelle steht dann auch schon mal ein geplantes Projekt zurück.

Der Gruppenraum bietet den Kindern folgende Bereiche und Betätigungsmöglichkeiten:

  • Bauecke mit versch. Fahrzeugen, Schienen, Holzklötzen
  • Bauecke mit unterschiedl. Konstruktionsmaterial
  • Zum Rollenspiel Kaufladen, Puppenhaus, Puppenecke
  • Kreativecke für gestalterische Arbeiten
  • Kuschelecke zum Ausruhen und als Rückzugsmöglichkeit
  • Butze als Wahrnehmungsecke und zur Sinneserfahrung
  • Kommunikationsecke mit Gesellschaftsspielen
  • Küchenbereich mit Frühstückstisch und Küchenzeile zum Kochen, Backen und Essen in kleiner Tischgemeinschaft.

Diese Bereiche sind mit dem notwendigen und unter pädagog. Gesichtspunkten ausgewählten Materialien ausgestattet. Teilweise wurden die Spielecken auch mit den Kindern gemeinsam gestaltet. Unter diesen Voraussetzungen hat das einzelne Kind vielfältige Möglichkeiten, Erfahrungen in den unterschiedlichen Bereichen zu machen und seine Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erweitern.

All dies tut es im ständigen Kontakt mit anderen Kindern, so dass es seine Rolle innerhalb der Gruppe findet und dabei lernt, sich durchzusetzen, sich unterzuordnen oder Kompromisse zu finden.

Viele Spielbereiche werden von den Kindern allein und selbständig genutzt und ein Einschreiten der Erzieherin ist selten nötig. Die Kinder lernen, sich gegenseitig zu respektieren und den anderen beim Spielen oder Arbeiten nicht zu stören. Auch die Erzieherin unterbricht das Spiel oder Tun der Kinder nicht.

Die Erzieherinnen teilen sich die Aufgaben in der Gruppe wie Spielführung, Ansprechpartner sein und Projektarbeit oder Kleingruppenarbeit.

Hat ein Kind Schwierigkeiten, Kontakt zu bestehenden Spielgruppen aufzunehmen, so vermitteln wir durch gezielte Angebote einen Kontakt. Benötigt ein Kind den intensiven Kontakt zur Erzieherin als Bezugsperson, so nehmen wir uns viel Zeit für das Kind. Wenn es notwendig ist, unterstützen wir die Kinder bei der Lösung von Konflikten und zeigen ihnen Möglichkeiten auf, einen Streit beizulegen.

Ruhige Kinder, aktive, wissensdurstige, besonders anhängliche Kinder, Kinder mit all ihren individuellen Fähigkeiten und Bedürfnissen, wir sind für jedes einzelne Kind innerhalb der Spielphase da und geben ihm den Raum, sich seiner Persönlichkeit gemäß zu entfalten.

Einige Regeln ordnen unser Zusammenleben in der Gruppe und darüber hinaus in der gesamten Einrichtung:

  • Das Aufräumen eines Spielbereiches wenn  das Kind dort nicht mehr spielen möchte
  • Das Abräumen und Reinigen des Frühstücksplatzes
  • Bescheid sagen oder Fragen vor dem Verlassen des Grupperaumes

Wir führen die Kinder an diese Umgangsart heran, indem wir sie vorleben, die Kinder von der Regelung überzeugen und letztlich auch deren Einhaltung erwarten und einfordern. Für die Kinder entsteht somit eine Verlässlichkeit und Orientierung im täglichen Zusammenleben.

Ein weiterer Bestandteil sind Spaziergänge und Ausflüge in unsere nähere Umgebung. Von Zeit zu Zeit verlassen wir das Kindergartengelände , um die Mühle, den Wald oder die Kirche zu besuchen. So erleben wir den Wandel der Jahreszeiten und können uns an den gesammelten und mit gebrachten Dingen wie Steine, Blumen Zweige erfreuen und neue Spielideen damit aufgreifen.

Durch die vielfältigen Entscheidungen, die ein Kind während der Spielphase treffen muss, wird seine Eigenverantwortlichkeit gefördert. So ist es für sein Tun verantwortlich und ggf.  auch für die Langeweile .Es lernt, die Konsequenzen für nicht eingehaltene Regeln zu tragen. Im Umgang mit Pflanzen und Tieren in der Natur lernt es, das diese leben schützenswert sind und pfleglich behandelt werden .

              

6. Gemeinschaftskreis

In regelmäßigen Abständen kommen alle Gruppe zu einem Gemeinschaftskreis im Bewegungsraum zusammen. Hier tragen im  Sinne von Gemeinschaft die einzelnen Gruppen mit Fingerspielen, Liedern, Gebeten und Kreisspielen zum Ablauf etwas bei. Die Moderation, Einladung und Begrüßung übernehmen wechselweise die Gruppen.

In diesem Forum haben die Gruppen die Möglichkeit, sich mit ihren Beiträgen zu präsentieren und gegenseitig zu unterstützen und mit neuen Inhalten auszutauschen.

 

7. Abholphase/ Verabschiedung der Kinder

Im Garderobenbereich oder im Außengelände warten die Eltern, um ihre Kinder in Empfang zu nehmen. In dieser Situation helfen und begleiten die Erzieherinnen die Kinder beim Anziehen und sind offen für Fragen und Anliegen der Kinder.

In dieser zum Teil gruppenübergreifenden Betreuung erfahren die Kinder eine wertschätzende und persönliche Verabschiedung zum Abschluss einer gemeinsamen Zeit.

 

8. Mittagessen

Die Kinder helfen, die Tische für das Mittagessen einzudecken und nach Möglichkeit freundlich herzurichten mit Servietten, Blumen oder Kerze.

Vor dem Essen werden die Hände gewaschen und die Kinder finden sich in festen  kleinen  Tischgemeinschaften bis zu acht Kindern in den Essecken der Gruppen und dem Essraum im Flur ein.

Vor der Einnahme des Essens wird das Menü besprochen und ein Kind hält das Tischgebet. Anschließend füllt sich jedes Kind selbstständig sein Essen auf.

Hier lernen die Kinder, ihre Bedürfnisse wahrzunehmen und zwischen Appetit und Sättigung zu unterscheiden und sich damit auf die verzehrbare Menge des Essens darauf einzustellen.

Sie lernen Rituale und Benehmen kennen und genießen ein Essen, das andere für sie zubereitet haben und erleben Tischkultur und Gemeinschaft in einer ruhigen und angenehmen Atmosphäre. Sie erfahren, das Danken für das täglichen Essen selbstverständlich ist und übernehmen Verantwortung beim Vorbereiten und Abräumen.

An das Mittagessen schließen sich Zähneputzen und Körperpflege an.

 

9. Mittagruhe / Schlafphase

Nach der gemeinsamen Mittagsmahlzeit schließt sich eine individuelle Ruhephase oder Schlafzeit an. Je nach Alter und Bedürfnis des einzelnen Kindes und nach Absprache mit den Eltern stehen den Kindern Betten im Schlafraum zur Verfügung. Diese Zeit wird von einer Erzieherin betreut und beginnt mit einer Vorlesegeschichte und eine meditative Hintergrundmusik erleichtert den Kindern den Übergang in den Schlaf.

Für Kinder, die nicht schlafen, stehen die Bücherbutze und ein Gruppenraum zur Verfügung. Auch der Aufenthalt im Außengelände ist nach Absprache mit der zuständigen Erzieherin möglich. Wichtig ist uns, dass jedes Kind seine Ruhephase individuell gestalten kann und es hierbei Unterstützung bekommt.

Die Kinder lernen, sich zu entspannen und auf Rituale einzulassen. Sie nehmen Rücksicht auf ihre unterschiedlichen Bedürfnisse und kommen zur Ruhe. Sie erholen sich im Schlaf und sammeln neue Kräfte.

Die Mittagsruhe wird durch die weitere Abholphase beendet und die Schlafkinder stehen individuell auf.

 

10. Obstpause

Bis auf die Tageskinder sind nun alle Kinder abgeholt und der Nachmittag und das neue Gruppengefüge werden mit einer Obstpause begrüßt.

Hier bekommen die Kinder einen Überblick über die noch anwesenden Kinder, nehmen Kontakt zu der zuständigen Erzieherin auf und besprechen und planen den Verlauf des weiteren Nachmittages.

 

11. Betätigung, Projekte, Freispiel, Fortsetzung der Arbeiten oder Spiel des Vormittages.

Die Kinder erleben ein intensives Gefühl von Geborgenheit, da sich die Erziehrein dem einzelnen Kind besonders zuwenden kann. Eine individuelle Unterstützung und Förderung ist gewährleistet.  Weiterhin haben die Kinder die Möglichkeit, die einzelnen Spielbereiche intensiv zu nutzen.

Durch Beschäftigungsangebote erleben die Kinder einen neuen Sachverhalt kennen. Bekanntes wird intensiviert, neue Blickwinkel und Erfahrungen öffnen sich. Die Angebote der Kooperationspartner können genutzt werden, wie die musikalische Früherziehung oder das Gesundheitskarate.

Kalender

Leitung:

Martina Rodenbeck

Im Dorf 16

32469 Petershagen

Tel.: 05702-573

E-Mail: immanueldontospamme@gowaway.kirche-bierde.de

Geöffnet: Mo. – Fr. von 7.00h – 16.00h